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Allgäuer Zeitung zur aktuellen Bürgerbeteiligung

21. Januar 2022
Sonstiges
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„Wie sieht das Wildpoldsried der Zukunft aus? - Gemeinde befragt Bürgerinnen und Bürger "Die junge Generation hat ganz andere Vorstellungen vom Leben, zum Beispiel von Ernährung, Mobilität und Wohnen“, sagt Renate Deniffel, Bürgermeisterin von Wildpoldsried. Wie genau diese Vorstellungen aussehen und damit das Wildpoldsried der Zukunft, soll nun eine Bürgerbefragung zeigen. Deniffel sagt: „Wir wollen wissen, was die Bürgerinnen und Bürger bewegt, und was sie für ein gutes Leben brauchen.“ Mehr als das "Energie-Dorf" - Bürgerbefragung soll Schwachstellen in Wildpoldsried zeigen Wie wohnen die Wildpoldsrieder? Gibt es genügend gastronomisches Angebot? Wie wollen die Menschen ihre Freizeit verbringen? Ist Wildpoldsried mehr als nur das „Energie-Dorf“? Auf letztere Frage hat Deniffel selbst bereits ihre Antwort gefunden: „Wir wollen ein Klima-Dorf sein.“ Neben der Ökologie gehe es dabei vor allem um das soziale Klima. Die Menschen sollen laut Deniffel gemeinsam feiern, trauern, Brauchtum pflegen und von einander lernen können. Dafür brauche es Räume der Begegnung in der Gemeinde. Wildpoldsried sei diesbezüglich bereits gut aufgestellt. Deniffel sagt aber auch: „Die Bürger sollen kritisch sein. Wir wollen Schwachstellen aufdecken und an ihnen arbeiten.“ Eine umfassende Bürgerbefragung habe es bereits 1998 in der Gemeinde gegeben. Damals war Deniffel als Bürgerin am Prozess beteiligt. Sie erinnert sich: „Es gab die Idee für ein Schwimmbad. Wir haben das zunächst für eine Utopie gehalten.“ Viele Jahre später entstand dann der Badeteich „Wiwa“ mit Kiosk, Steg und Badestrand. Wohnraum und der Wunsch nach Eigentum beschäftigen Bürger in Wildpoldsried Auch nach der aktuellen Bürgerbefragung werden wohl nicht alle Vorschläge direkt umgesetzt, sagt Deniffel: „Aber mit dem Rahmenkonzept sind wir vorbereitet, wenn die passende Zeit gekommen ist.“ Die Bürgerbefragung soll Grundlage für die Politik der nächsten 15 Jahre sein. Ein Thema, das der Gemeinde schon jetzt viel Kopfzerbrechen bereite, sei die Frage nach Wohnraum. Diesbezüglich soll die Bürgerbefragung einen Anstoß geben, sagt Deniffel. Man wolle alternative Wohnideen finden und fördern. Außerdem hofft die Gemeinde so, an ungenutzte Flächen für die Nachverdichtung im Ort zu kommen. „Der Wunsch nach Eigentum ist bei vielen Bürgern da. Wir dürfen diese Menschen nicht verlieren.“ Im Vorlauf der Bürgerbefragungen waren vor allem Menschen jünger als 50 Jahre in sogenannten Lenkungsgruppen aktiv. Doch auch die ältere Generation denke man mit. Neben Gemeinderatsmitgliedern, den Planungsbüros und der Gemeindeverwaltung holte Deniffel engagierte Bürgerinnen und Bürger zu den Gesprächen hinzu. Nach der Befragung, die noch bis 31. Januar läuft, können Bürger konkrete Projektideen einreichen, es folgt eine Bürgerwerkstatt, im Oktober soll das Rahmenkonzept stehen. „Dann geht es an die Umsetzung.“ Kommende Woche will die Bürgermeisterin aber erst einmal weiter Werbung machen, zum Beispiel an der Grundschule: „Auch die Kinder bekommen einen Fragebogen und dafür hausaufgabenfrei.“

Die eingereichten Hinweise

Auf einen Blick